Eine Blumenwiese für Wildbienen und Co.

Im Rahmen der Vollen Halbtagsschule erkunden seit vielen Jahren die Jungen Naturforscher der ersten bis vierten Klassen der Regionalen Schule mit Grundschule Woldegk ihre Umwelt.

Mitte März 2019 wurden sie auf die Aktion „Schule blüht auf“ vom Bauernverband MV aufmerksam. Gemeinsam mit dem Landesverband der Imker MV werden Flächen gesucht, um Blühwiesen für viele vom Aussterben bedrohte Insektenarten anzulegen. Schnell kam die Idee auf, dafür unseren Schulgarten zu nutzen und nicht, wie in den letzten Jahren, dort Gemüse anzubauen. Nach erfolgter Anmeldung erfuhren wir Anfang April 2019, dass der Bauernverband uns bei der Umsetzung unseres Vorhabens unterstützen wird. Uns wurde ein Packet zur Verfügung gestellt, das u.a. Saatgut für eine Blumenwiese, Anbauanleitungen, Blühwiesen-Protokolle zum Ausfüllen für jeden Schüler und weitere Info- und Unterrichtsmaterialien enthielt. Nun ging es darum, unser Projekt in die Wirklichkeit umzusetzen. Unter dem Motto: „Lernen im Freien – Gemeinsam Spaß haben und einen Beitrag für Natur und Artenvielfalt leisten“ ging es an die Arbeit. Bei der Vorbereitung des Bodens half uns der Hausmeister der Schule mit einer Gartenfräse. Die Erde wurde gelockert und Unkräuter entfernt. Viele fleißige kleine Hände halfen anschließend, die Fläche mit Harken zu ebnen. Um das Saatgut gleichmäßig und richtig auszubringen, holten wir uns wieder Hilfe. Während unseres Frühlingsfestes am 10.04.2019 kam der Woldegker Bauer und Vertreter des Bauernverbandes, Herr Wilfarth, zu uns. Gemeinsam harkten wir das Saatgut in den Boden ein, damit es mit Erde bedeckt wurde. Zum Schluss mussten wir es noch andrücken. Gespannt folgten wir den Ausführungen von Herrn Wilfarth über die Bedeutung der Blühflächen für die Insekten und der Notwendigkeit der Erhaltung der Artenvielfalt. Auch der Nordkurier und der Norddeutsche Rundfunk berichteten darüber. Da wir einen Tag nach der Aussaat in die Osterferien starteten, konnten wir die Flächen in den nächsten 2 Wochen nicht gießen, doch die Natur half uns. Nach vielen Wochen Trockenheit regnete es und das Saatgut wurde befeuchtet. Wärme und Nässe halfen den Samen, schnell zu keimen. Gleich am 1. Schultag nach den Ferien entdeckten wir die ersten grünen Spitzen. Nur eine Woche später waren unsere Pflänzchen schon etwa 2 bis 3 cm hoch. Alle unsere Beobachtungen wurden und werden in einem Blühwiesen-Protokoll erfasst. Um alle Schüler unserer Schule für das Projekt zu begeistern, gestalten wir Anfang Mai eine Projektwand im Flur unserer Grundschule. Wir versprechen, dass Sie bald wieder etwas von den Jungen Naturforschern hören bzw. lesen werden, um auf dem neuesten Stand unseres Projektes zu bleiben.

Th. Scholwin