Lesefest mit Indianern

Einmal im Jahr findet im Grundschulteil der Regionalen Schule mit Grundschule „Wilhelm Höcker“ Woldegk das Lesefest statt.

Die Schülerinnen und Schüler lesen gemeinsam, stellen ihre Lieblingsbücher vor oder hören spannende Geschichten. Max, Leony und Klara aus der Klasse 2a sind schon sehr aufgeregt, denn in ihrer Klasse soll an diesem Tag ein „Indianer-fest“ gefeiert werden. „Ich konnte abends gar nicht einschlafen, weil ich so aufgeregt war“, berichtete Max. Klara nickt und ergänzt: „Mein Bauch hat doll gekribbelt.“ Die Klassenlehrerin Frau Köller hat sich für diesen Tag Einiges einfallen lassen. IndianerSo stehen Goldschürfen oder die Anfertigung eines Federschmuckes als Highlight auf dem Plan. Die meisten Kinder freuen sich zudem besonders auf die versprochene Kriegsbemalung. Der Tag startet damit, dass jedes Kind einen Indianernamen erhält und seinem Stamm zugeordnet wird. Danach erklingt aus dem CD-Player ein lustiges Indianerlied, welches die kleinen Apachen, Irokesen und Cherokee bereits im Unterricht kennengelernt haben und nun begeistert mitsingen. Dabei schwingen sie wild das Lasso und vollführen einen Kriegstanz. Einige Kinder haben Federschmuck angelegt, sogar ein Indianerkleid und schwarze Zöpfe sind zu sehen.Trotz des bunten Treibens hat Frau Köller das Hauptanliegen des Lesefestes natürlich fest im Blick. Es soll die Kinder zum Lesen anregen und ihre Freude daran wecken, sich neues Wissen selbst zu erschließen. In der Klasse 2a wird nun fleißig gelesen. Die Kinder erfahren viele Dinge über Indianer und ihre Kultur. Klara erzählt, dass sie jetzt endlich weiß, woher die Indianer ihren Namen haben: „Kolumbus ist nach Amerika gesegelt und nicht nach Indien, wie er es eigentlich geplant hatte. Weil er das nicht wusste, hat er die Leute Indianer genannt.“Am Ende des Tages hat das Fest allen riesigen Spaß gemacht. Die kleinen Indianer tragen jetzt ihren selbst gebastelten Kopfschmuck und natürlich bunte Kriegsbemalung. Als kleine Erinnerung darf jedes Kind einen Traumfänger mit nach Hause nehmen. Nach einer Sage der Indianer soll dieser böse Träume fernhalten. Auf die Frage, was ihr besonders gut gefallen habe, antwortete Leony: „Es hat großen Spaß gemacht, wieder einmal mit allen Mitschülern zu feiern.“ Dieser Meinung ist auch Klara, die sich besonders darüber gefreut hat, dass ihre Mama mit dabei war. Zusammen mit zwei weiteren Eltern hat diese die Klasse tatkräftig beim Basteln und Goldschürfen unterstützt. „Man kann sich stets auf die Eltern verlassen“ schwärmt Frau Köller. „Es findet sich immer jemand, der uns begleitet, vor Ort mithilft oder einen Beitrag fürs Büfett beisteuert. Das ist toll, denn jeder hilft nach seinen Möglichkeiten und bringt sich aktiv ein.“So war der Tag ein voller Erfolg für Schüler, Eltern und Lehrer der Klasse 2a. Viele freuen sich jetzt schon auf das nächste Lesefest und sind neugierig, welches spannende Thema sie im kommenden Jahr erwartet.

Text: J. Lange

Foto: Ch. Köller